Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 03.09.2025
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- Kultur und Soziales
Sommerlounge macht Andreas-Hermes-Platz zum sozialen Treffpunkt
Begegnungen statt Müllberge, Verantwortung statt Konflikte – der Andreas-Hermes-Platz in Hannovers Innenstadt hat sich in diesem Sommer zu einem lebendigen Ort des Miteinanders entwickelt. Die Bilanz der Sommerlounge fällt positiv aus.
Lange kaum beachtet, blüht der Platz dank der gemeinsamen Initiative der Landeshauptstadt Hannover und des Neues Land e.V. auf. In diesem Sommer wurde er durch Tanz-Communities, Kulturinitiativen und gezielter Sozialarbeit vielfältig genutzt. Konflikte oder Verschmutzung blieben weitgehend aus. Nicht zuletzt hat das Engagement der Ricarda-und-Udo-Niedergerke-Stiftung dafür gesorgt, dass auf dem Platz ein Klima entstanden ist, in dem Verantwortung übernommen und Perspektiven geschaffen wurden.
Soziale Angebote mit Tragweite
Über 200 Kontakte zu Menschen, die von Wohnungslosigkeit, Suchterkrankungen oder psychischen Belastungen betroffen sind, haben städtische Sozialarbeiter und Engagierte bei Neues Land e.V. geknüpft. Mit täglichen Gesprächsangeboten und Minijobs – etwa Pflanzen gießen oder Müll sammeln – sorgte das Projekt Neues Land e.V. für ein besseres Aufenthaltsklima. Mehr als 20 Personen nutzten die Jobs, um Tagesstruktur zu gewinnen und sich ein kleines Taschengeld zu verdienen.
Auch die städtische Straßensozialarbeit war regelmäßig präsent: Sie bot Freizeitaktivitäten wie etwa Tischtennis an. Die Mitarbeitenden der Stadt kamen mit Drogenkonsumenten und wohnungslosen Menschen ins Gespräch, die sonst keine Beratungsstellen aufsuchen. Mehrere Betroffene konnten sie motivieren, Angebote zur Entgiftung oder Hilfe von der Straßenambulanz anzunehmen.
OB: „Ein wichtiger Baustein für das Innenstadt-Konzept“
Oberbürgermeister Belit Onay zieht eine positive Bilanz: Er sieht das Miteinander auf dem Andreas-Hermes-Platz „als wichtigen Baustein für das Innenstadt-Konzept. Wir möchten alle Menschen in Hannover damit ansprechen. Es geht darum niemanden dabei ausschließen. Das ist hier sehr gut gelungen“. Für das kommende Jahr soll die Sommerlounge weitergeführt werden, bekräftigte der OB. Die Stadt prüfe derzeit, in welchem Umfang und mit welcher Finanzierung das Angebot fortgesetzt werden könne. Anschließend wird der Rat darüber entscheiden.
„Die Verbindung aus verlässlicher Anwesenheit der Sozialarbeit und einfachen Beschäftigungsmöglichkeiten ist ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg der Sommerlounge 2025“, erklärt Sylvia Bruns, Dezernentin für Soziales und Integration der Stadt Hannover. „Wir haben die sozialen Angebote mit einer städtischen Zuwendung von über 20.000 Euro unterstützt.“
Ein Highlight: das Festival „Ungehörte Töne“
Ein kultureller Höhepunkt war das Festival „Ungehörte Töne“: Unter Anleitung des hannoverschen Graffiti-Künstlers Jonas Wömpner gestalteten fünf Menschen aus der Szene einen Container künstlerisch neu – verbunden mit gemeinsamen Mahlzeiten im Café Mezzo und Austausch. Das Festival wurde durch Fördergelder ermöglicht. Der Container wurde von der Ricarda-und-Udo-Niedergerke-Stiftung für das Housing-First-Projekt „Ein Zuhause“ zur Verfügung gestellt und ist jetzt am Andreas-Hermes-Platz im Einsatz.
Anhänge
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Container der Ricarda-und-Udo-Niedergerke-Stiftung gestaltet von Platznutzenden
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Von Links nach rechts: Sozialdezernentin Sylvia Bruns, Platznutzer Marco, Leitung Kulturmanagement Melanie Botzki, Stiftungsgründer Udo Niedergerke, Oberbürgermeister Belit Onay
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Von links nach rechts: Sozialdezernentin Sylvia Bruns, Platznutzer Marco, Leitung Kulturmanagement Melanie Botzki
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Von links nach rechts: Melanie Botzki, Stiftungsgründer Udo Niedergerke, Oberbürgermeister Belit Onay

