Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 29.09.2025
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Stadt Hannover beendet das Zisternen-Projekt in der Prinzenstraße
Die Landeshauptstadt Hannover stoppt den Einbau einer Regenwasser-Zisterne in der Prinzenstraße. Sie wird das Projekt nicht weiterverfolgen. Das erklärten Oberbürgermeister Belit Onay und die städtische Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin Anja Ritschel an diesem Montag. Hintergrund der Entscheidung sind Schäden an Gebäuden in der Prinzenstraße, die mutmaßlich im Zusammenhang mit den Bauarbeiten in der Straße stehen.
Das mit der Bauleitung beauftragte Ingenieur-Büro Stein & Partner hat festgestellt, dass „auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse und der Bauabläufe ein hohes Risiko für die Altbebauung“ in der Prinzenstraße besteht, sofern die Tiefbauarbeiten fortgesetzt werden. Bodenbewegungen und Vibrationen im Zuge der Arbeiten können demzufolge nicht ausgeschlossen werden.
OB: Schutz der Gebäude muss Priorität haben
„Die Entwicklung bedauern wir sehr. Aber mit Blick auf die von den Experten skizzierten Risiken ist aus unserer Sicht die Fortführung der Arbeiten nicht vertretbar“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. „Der Schutz der Gebäude muss Priorität haben.“
Wie Anja Ritschel betonte, „sieht sich die Stadt in der Pflicht, die Entwicklung vollständig aufzuklären“. Die Ursachenforschung laufe aktuell. Diese beinhaltet auch, dass Empfehlungen zur Sanierung der Gebäude gegeben werden. Die Landeshauptstadt hat bereits zugesagt, die Sanierungskosten zunächst zu übernehmen, damit nicht auf die abschließende Regulierung durch Versicherungen gewartet werden muss. Nach erster Experteneinschätzung seien die Bodenbewegungen, die mutmaßlich zu den Schäden an Gebäuden geführt haben, vor dem Start der Arbeiten nicht erwartbar gewesen.
Baumbeete mit Versickerung
Der Umbau der Prinzenstraße war Teil des sogenannten „Schwammstadt-Projektes“, bei dem es darum geht, ein modernes Regenwasser-Management zu installieren. Der Speicher in der Straße sollte rund 400 000 Liter Regenwasser aufnehmen können , das dann für eine digital gesteuerte Bewässerung von Stadtbäumen verwendet werden sollte. Auch wenn der Zisternen-Bau nun abgesagt ist, wird die Stadt an den grundsätzlichen Gestaltungsplänen für die Prinzenstraße festhalten: Die Pläne sehen unter anderem Baumbeete mit Versickerungsmulden und ein helles Pflaster vor, das in Teilen Versickerung ermöglicht.

