Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
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- 02.10.2025
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Deurag-Nerag-Gelände in Misburg: Stadt und ExxonMobil führen technische Erkundung durch
Sicherheit hat Vorrang - Testfelder werden auf Kampfmittel untersucht
Zur Einschätzung der Machbarkeit einer umfassenden Wiedernutzbarmachung des ehemaligen Raffinerie-Geländes Deurag-Nerag in Misburg werden in Kürze erste technische Erkundungen in Hinblick auf Belastung und Zustand vorhandener Kampfmittel durchgeführt.
Bis voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2026 werden zunächst vier sogenannte Testfelder auf Kampfmittel/Blindgänger untersucht. Dazu wurden auf Basis einer aktualisierten Kriegsschaden-Recherche vier Flächen ausgewählt - drei Testfelder nördlich und eines südlich des Stichkanals - in denen Verdachtspunkte auf Blindgänger bestehen.
Die für die Kampfmittelthematik zuständigen Stellen der Stadtverwaltung waren in die bisherigen Abstimmungen involviert und werden auch die technischen Untersuchungen eng begleiten. Ab Anfang 2026 werden zunächst die Flächen von bestehendem Bewuchs befreit und anschließend unter fachgerechter Begleitung schichtenweise abgetragen und beprobt. Vorgefundene Kampfmittel werden nach Bewertung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) unter Begleitung der Feuerwehr Hannover als zuständige Gefahrenabwehrbehörde entschärft oder mit den nötigen Sicherheitsmaßnahmen gesprengt.
Diese Maßnahmen, wie auch damit verbundene eventuelle Evakuierungen werden wie bisher bei Blindgängerfunden in Misburg auf den bewährten Kanälen kommuniziert und professionell begleitet.
Zum Hintergrund: Die Landeshauptstadt Hannover und ExxonMobil untersuchen in einem zunächst auf drei Jahre angesetzten Projekt die Machbarkeit, das Deurag-Nerag-Gelände in Misburg zu sanieren, um es für eine spätere Nutzung zu entwickeln. Dabei geht es in der ersten Projektphase insbesondere darum, ein Sanierungskonzept für ein rund 90 Hektar großes Areal zu erarbeiten, das durch Kampfmittel und Schadstoffe im Untergrund belastetet ist. Zur ersten Projektphase gehört das Schließen von Erkenntnislücken für eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Geländes.
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