Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 23.10.2025
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„Mitreden für unseren Bürgerservice der Zukunft“ – Stadt lädt zu Beteiligungsveranstaltungen ein
Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) arbeitet an der Zukunft der Bürgerämter und Bürgerservices. Im Rahmen eines Beteiligungsprozesses sind alle Einwohner*innen eingeladen sich einzubringen. Die Verwaltung lädt zu fünf öffentlichen Veranstaltungen ein. Die erste ist am 13. November (Donnerstag) um 18 Uhr in der Leonore-Goldschmidt-Schule in Mühlenberg. Bereits am Freitag, 24. Oktober, startet die Online-Beteiligung, an der unter mitreden-hannover.de alle Hannoveraner*innen teilnehmen können. Gefragt wird dort nach den eigenen Erfahrungen und der Zufriedenheit mit den Bürgerämtern in der jüngeren Vergangenheit sowie nach den Wünschen für die Zukunft.
Den neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen, den Führerschein umtauschen, nach dem Umzug ummelden oder ein polizeiliches Führungszeugnis beantragen – es gibt viele Anlässe für den Besuch eines der aktuell neun Bürgerämter oder die Nutzung der digitalen Bürgerservices digitalen Bürgerservices in Hannover. Die Stadtverwaltung sucht gemeinsam mit den Einwohner*innen nach Möglichkeiten, diese Services und die Standorte zu optimieren. Die Beteiligungsveranstaltungen im November und Dezember starten jeweils um 18 Uhr:
- Donnerstag, 13. November, in der Leonore-Goldschmidt-Schule (IGS Mühlenberg), Mühlenberger Markt 1,
- Mittwoch, 26. November, im Bürgerhaus Misburg, Seckbruchstraße 20,
- Mittwoch, 3. Dezember, im HannoverServiceCenter, Am Schützenplatz 1,
- Montag, 8. Dezember, in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, Helmstedter Straße 15,
- Donnerstag, 11. Dezember, im Stadtteiltreff Sahlkamp, Elmstraße 15 (im Bürgeramt).
„Wir wollen die Bürgerämter und ihre Bürgerservices zukunftsfähig gestalten. Im Beteiligungsprozess geht es deshalb darum, was die Bürgerämter besser machen können und welche Leistungen möglichst noch digitaler werden sollen. Deshalb laden wir alle Einwohner*innen ein, sich bei einer der fünf Veranstaltungen vor Ort sowie online einzubringen“, erläutert Oberbürgermeister Belit Onay.
Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent, ergänzt: „Angesichts der vielfältigen und unterschiedlichen Bedarfe der Menschen in Hannover werden sich unsere Bürgerservices neu ausrichten. Die Einwohner*innen in den Stadtteilen und die verschiedenen Gruppen der Bevölkerung haben mit ihren jeweiligen Blickwinkeln eine Expertise, die wir nutzen wollen. Aus diesem Grund wünschen wir uns für diesen Prozess eine rege Beteiligung.“
Hintergrund:
Der Beteiligungsprozess ist einer von vielen Bausteinen bei der Optimierung der Bürgerservices der LHH. Im vergangenen Jahr hat die Stadtverwaltung mit der Umsetzung eines umfangreichen Konzepts für die Weiterentwicklung in den kommenden Jahren begonnen. Die „Geschäftsprozessoptimierung“ betrifft drei zentrale Themenfelder: fortschreitende Digitalisierung, gute Standorte und moderne Arbeitswelten. So ist im Sinne eines Rund-um-die-Uhr-Service zum Beispiel bereits ein Chatbot namens „Hanni“ online gegangen, der Fragen schnell und unkompliziert beantwortet. Der Chatbot ist KI-basiert, lernt somit aus den Fragen, die ihm gestellt werden. Er greift zunächst auf die Daten der städtischen Website zu. Werden hier keine ausreichenden Ergebnisse generiert, wird die Datensuche auf das Web ausgeweitet. Der Chatbot ist bereits jetzt in der Lage, in verschiedenen Fremdsprachen zu kommunizieren.
Zudem wurden Video-Tutorials erstellt, die bei der Online-Beantragung von Dienstleistungen unterstützen sollen. So gibt es filmische Anleitungen etwa für den Führerscheinumtausch, die Beantragung von Bewohnerparkausweisen, Online-Kraftfahrzeuganmeldung sowie die Wohnsitzanmeldung. Tutorials für Meldebescheinigungen sollen Ende Oktober online gehen. Eine Video-Beratung, die bei speziellen Fragen zu den Online-Anträgen Hilfestellung geben soll, wird voraussichtlich bis Ende des Jahres entwickelt.
Mit Blick auf die zweite Säule der Geschäftsprozessoptimierung, „gute Standorte“, sollen im Rahmen der jetzt anstehenden Beteiligung der Bevölkerung Lösungen für optimierte Bürgerservices und Bürgeramtsstandorte diskutiert werden. Unterdessen hat die Verwaltung im September mit einem neuen Angebot begonnen: Mit dem „mobilen Bürgeramt“ kommen die Bürgerservices jetzt zu den Einwohner*innen. Insbesondere Menschen mit mobilen Einschränkungen erhalten so die Möglichkeit, ihre Anliegen wie zum Beispiel eine An- oder Ummeldung oder die Beantragung eines Ausweisdokuments in ihrer Senioreneinrichtung zu erledigen. Das mobile Bürgeramt kann grundsätzlich jeden Service eines stationären Bürgeramtes anbieten. In den kommenden Monaten will die Stadt dieses Angebot auch in weiteren Einrichtungen auf Einsatzmöglichkeiten und Funktionalitäten testen.
Eine dritte wesentliche Säule bei der Optimierung der Bürgerämter betrifft Organisation und Ablauf der Arbeitsstrukturen und -prozesse. Im Rahmen eines internen Projektes wurden bereits Führungsteams eingeführt und dadurch Steuerung, Kommunikation und Zusammenarbeit über alle Bürgerämter verbessert. Mittelbar haben sich auch die Terminvorlaufzeiten für die Kund*innen deutlich verbessert. Durch eine Verbesserung der Arbeitsplatzsituation mit Blick auf Ergonomie und Lautstärke sind weitere positive Effekte zu erwarten. Daneben setzt die Stadt vor dem Hintergrund der zunehmend breiten und diversifizierten Tätigkeitsfelder verstärkt auf die Qualifizierung und die Stärkung des Teamgeistes.

