Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 30.10.2025
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- Schulen als Impulsgeber für Klimaneutralität
Oberbürgermeister Onay zeichnet 27 Energiesparschulen aus
27 Schulen freuen sich über eine Leistungsprämie in Höhe von 250 bis 2.000 Euro. Mit dieser Auszeichnung belohnt die Landeshauptstadt Hannover bereits zum 11. Mal das energie- und klimabewusste Engagement von Energiesparschulen. Heute (Donnerstag, 30. Oktober) wurden die Preis von Oberbürgermeister Belit Onay in einer Feierstunde an die Schülerinnen und Schüler übergeben.
„Die heute ausgezeichneten Schulen zeigen, wie Klimaschutz geht. Indem sie Nachhaltigkeit aktiv vorleben und die ganze Schulgemeinschaft einbinden, inspirieren sie uns alle. Sie zeigen, dass durch gemeinschaftliches Handeln positive Veränderungen bewirkt werden und die Herausforderungen durch den Klimawandel gelöst werden können. Für mich sind sie damit wichtige Impulsgeber, um unser gemeinsames Ziel ein klimaneutrales Hannover zu erreichen.
Energiesparen gehört über das ganze Jahr zum Schulalltag. Darüber hinaus engagieren sich Schulen mit einer Vielzahl von weiteren praktischen Projekten wie Abfalltrennung, Fahrradwerkstätten, Aktionen gegen Elterntaxis, fair gehandelten Produkten, gesunden Frühstücksangeboten oder Schulgartengestaltung für eine nachhaltige Gestaltung ihrer Umwelt. Auch die für eine lebenswerte Zukunft wichtige Demokratiebildung wird gelebt", sagt Oberbürgermeister Belit Onay.
Die prämierten Einrichtungen nahmen im vergangenen Jahr erfolgreich am Programm „Gruppe schulinternes Energiemanagement“ (GSE) teil. Den ersten Preis erhielt die Grundschule Beuthener Straße. Die Plätze zwei und drei belegten die IGS Bothfeld und die IGS Leonore Goldschmidt - Mühlenberg. Platz 4 gewann die Grundschule Vinnhorst. Der 5. Platz wird an die Grundschule Tegelweg vergeben.
Es haben sich 27 Schulen beworben, von denen 5 Schulen Hauptpreise von 1.000 bis 2.000 Euro erhalten. 15 Schulen erhalten eine gleichwertige Prämie in Höhe von 500 Euro. Auch die übrigen sieben Bewerbungen haben die Jury so überzeugt, dass es anders als in den Vorjahren diesmal keine Verlierer gibt. Sie erhalten jeweils eine Anerkennungsprämie in Höhe von 250 Euro als Bestätigung für ihr Engagement und als Ansporn für die Fortsetzung ihrer Klimaschutzmaßnahmen.
Insgesamt hat die Stadt 16.750 Euro an Prämien ausgezahlt.
Platz 1 Grundschule Beuthener Straße
Vielfältig und bunt gestalten sich die vielen Klimaschutzaktionen der unbestrittenen Siegerin Grundschule Beuthener Straße.
Ein kurzer Auszug:
Gemeinsam wurde ein Energie-Song komponiert; Kisten zu allen 17 Nachhaltigkeitszielen gebaut, die das jeweilige Ziel veranschaulichen; im Innenhof ein Insektenbiotop angelegt; eine Projektwoche zum Thema „Frieden und Gerechtigkeit“ durchgeführt und vieles mehr. Bei allen Projekten fällt die große Kreativität und Phantasie der Schüler*innen auf: Das schwierige Thema „Frieden“ wurde durch Theaterspiel und Tänzen ausgedrückt. Zur Illustration des Energie-Songs gestalteten Schüler*innen Selbstporträts und für das Insektenbiotop wurden aus Getränkeverschlüssen originelle Insektentränken gebastelt.
Platz 2 IGS Bothfeld
„In unserer digitalen Welt sparen wir Energie und entkommen der Energieverschwendung auch in der Realität“ lautet das Motto der Bewerbung der IGS Bothfeld.
Zusätzlich zu bewährten Energiesparmaßnahmen wie Energierundgängen, diversen Messungen oder dem Einsatz von selbstgebauten CO2-Ampeln motiviert die IGS Bothfeld auch digital zum Energiesparen. Selbstentwickelte Escape-Games fürs Smartphone nehmen Schüler*innen mit auf der Flucht vor Energieverschwendung, machen Unsichtbares sichtbar und geben einen Ausblick auf die Stadt von morgen. Dafür wird die Schule mit dem zweiten Platz belohnt.
Platz 3 IGS Leonore-Goldschmidt-Schule
Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt die drittplatzierte IGS Leonore-Goldschmidt-Schule beeindruckende Projekte zu allen 17 BNE-Zielen. Besonders wichtig ist der Schulgemeinschaft immer die konkrete Reduktion des CO2-Fußabdruckes. Wo immer möglich, wird regenerative Energie genutzt, wie zum Beispiel mit der neu installierten Ladesäule für E-Bikes. Energieverbrauch und Energieerzeugung durch PV werden akribisch verfolgt. Der Stromverbrauch ist aufgrund weiterer Digitalisierung und Ausfällen der PV-Anlage leicht um 3 % gestiegen. Der Wärmeverbrauch konnte gegenüber 2023 um 11% gesenkt werden.
Platz 4 Grundschule Vinnhorst
Platz 4 geht an die Grundschule Vinnhorst. Energiesparen ist in der GS Vinnhorst fest etabliert. Besonders beeindruckt hat die Jury dieses Jahr die Durchführung eines Partizipationsprojekts zur Ausrichtung eines Sportfests und einer Bewegungswoche. Unter dem Motto „Wir reden mit“ haben sich alle (!) Schüler*innen über unterschiedliche Gremien maßgeblich die Ausgestaltung bestimmt. In dem aufwendigen Entscheidungsprozess haben sie erlebt, dass sie ernst genommen werden, wenn sie sich einbringen. Und sie haben diese Erfahrung auch gleich genutzt, um einen Flohmarkt zu organisieren.
Platz 5 Grundschule Tegelweg
„Wir bleiben dran und machen weiter“
Mit diesem Satz hat die GS Tegelweg ihr langjähriges Engagement bestens beschrieben. Energiesparen, Abfallvermeidung, Umweltschutz und der Einsatz für eine umweltfreundliche Mobilität gehören seit Jahren zum Schulprogramm. Das Besondere dabei ist: Alle (!) Lehrkräfte, Schüler*innen, Mitarbeiter*innen, Schulhausmeister und Eltern wirken seit Jahren intensiv mit. Damit gehört die GS Tegelweg zu den Schulen, die das Rückgrat des Energiesparprogramms bilden. Sie erhält dafür verdient den 5. Platz.
Weitere Preisträger
Gleichwertige Preise in Höhe von 500 Euro haben gewonnen: GS an der Feldbuschwende, Comeniusschule, GS Groß-Buchholzer Kirchweg, Kardinal-Bertram-Schule, GS Mengendamm, GS Nackenberg, GS Stammestraße, Helene-Lange-Schule, Gymnasium Limmer, Sophienschule, IGS Hannover-Linden, IGS List, IGS Roderbruch, IGS Stöcken, Dietrich-Bonhoeffer-Realschule
Eine Anerkennungsprämie in Höhe von 250 Euro haben gewonnen: GS Alemannstraße, GS Fichteschule, GLOCKSEE SCHULE, Gerhart-Hauptmann-Realschule, Herschelschule, Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium, Schillerschule
Die Leistungsprämie wird seit 2014 jedes Jahr als zusätzlicher Ansporn im Rahmen des GSE-Programms vergeben, mit dem die Stadt seit 1994 das Thema Energiesparen an Hannovers Schulen fördert. Das Prinzip: Gemeinsam achten Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulhausmeister*innen, unterstützt von Energiefachleuten, auf einen effizienten Umgang mit Energie im Schulalltag. Dafür erhalten sie einen „Basis-Bonus“ von 1,50 Euro pro Schüler*in und Jahr. 90 Prozent der Schulen in Hannover machen regelmäßig mit und vermeiden so pro Jahr rund 650.000 Euro Energiekosten und 2.300 Tonnen Kohlendioxidausstoß.
Die Teilnahme am GSE-Projekt ist Voraussetzung, um sich für eine Leistungsprämie zu bewerben. Angesichts der unterschiedlichen Schulformen und der vielen guten Beispiele setzt die Stadtverwaltung mit fünf Hauptpreisen und 15 gleichwertigen Preisen auf eine breite Streuung der Leistungsprämien.
Die Mitglieder der Jury waren in der abgelaufenen Runde: Tim Meinhard (enercity-Fonds proKlima), Arno Mühlenhaupt (ehemaliger Leiter des Energie-LAB IGS Leonore-Goldschmidt-Schule), Dr. Regine Leo (ehemalige Leiterin des Schulbiologiezentrums der Landeshauptstadt Hannover), Udo Büsing (Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover) und GSE-Programmkoordinatorin Regine Bethke-Wittke (Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover).
Anhänge
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Die ersten fünf Platzierungen mit OB Onay

