Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 08.01.2026
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Stadt weitet Winternothilfe für obdachlose Menschen aufgrund der Extremwetterlage aus
Die Wetterprognosen zeigen klirrende Kälte für das Wochenende an: eine große Herausforderung für viele obdachlose Menschen in Hannover. Aus diesem Anlass weitet die Stadt in Kooperation mit sozialen Träger*innen wie dem Diakonischen Werk Hannover gGmbH die Winternothilfe am Wochenende 9. bis 11. Januar aus. Die städtischen Notschlafstellen sind durchgehend geöffnet, die städtische Straßensozialarbeit wird außerplanmäßig am Wochenende im Einsatz sein und das Cafè Nachtlicht des Diakonischen Werks Hannover öffnet ebenfalls das gesamte Wochenende.
„Ich danke allen Mitarbeitenden und Helfer*innen sowie den sozialen Träger*innen, dass sie an diesem Wochenende zusätzliche Arbeitsstunden leisten, um Menschen in großer Not zu unterstützen. Solidarität und Einsatzbereitschaft sind hier das Gebot der Stunde, denn diese extremen Wetterlagen können für die Menschen auf der Straße lebensbedrohlich sein. Wir behalten die Lage auch über das Wochenende hinaus im Blick und entscheiden über weitere Maßnahmen“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay aus diesem Anlass.
Bereits seit zweiten Januar sind folgende Notschlafstellen durchgehend geöffnet: Feuerwehrstraße (die als Notschlafstelle mit Tagestreff geöffnet ist), Podbielskistr. 115, Wörthstr. 10 (Notschlafstelle für Männer), Langensalzastr. 17 (Notschlafstelle für Frauen), Vinnhorster Weg 73 sowie der sich direkt gegenüber der Notschlafstelle Alter Flughafen befindende städtische Tagesaufenthalt Dornierstraße.
Die städtischen Straßensozialarbeiter*innen sind montags bis freitags und zusätzlich auch am kommenden Wochenende unterwegs, um betroffene Menschen anzusprechen, Hilfsangebote anzunehmen. Bei Bedarf werden Fahrkarten, warme Kleidung, Schlafsäcke etc. ausgegeben.
Das Diakonische Werk Hannover gGmbH öffnet ab Freitag, 9. Januar das Café Nachtlicht statt um 20 Uhr schon um 18.00 Uhr und ab diesem Zeitpunkt durchgehend das ganze Wochenende auch tagsüber bis Montagmorgen um acht Uhr. Die Kosten für diese Maßnahme trägt die Stadt Hannover.
Sozialdezernentin Sylvia Bruns appelliert an die wohnungslosen Menschen, die städtischen Notschlafstellen und die Anlaufstellen der sozialen Träger*innen im Netzwerk in Hannover aufzusuchen, um Schutz vor der Kälte zu suchen: „Alle Hilfsangebote sind geöffnet und wir laden Sie herzlich ein: Nutzen Sie die Anlaufstellen, um sich aufzuwärmen und vor der Kälte zu schützen“.
Alle Maßnahmen sind auch im aktuellen Flyer (in der Anlage) in deutscher, englischer und polnischer Fassung zu finden. Sie liegen in den Anlaufstellen im Stadtgebiet aus und sind unter folgendem Link abrufbar www.hannover.de/LHH-Winternothilfe
Darüber hinaus sind weitere Anlaufstellen: das Café Luna (für Frauen und FLINTA*) des Diakonischen Werks Hannover gGmbH, geöffnet täglich 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr und das Café Mensch der Obdachlosenhilfe e.V. in der Podbielskistraße 102, täglich von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr - montags, mittwochs und freitags zudem bereits ab 17.00 Uhr im Rahmen einer Lebensmittelausgabe.
Darüber hinaus kooperieren die Kältebusse der Caritas, der Johanniter Unfallhilfe und der Malteser auch in diesem Winter und fahren im Wechsel zu den Betroffenen an festgelegte Standorte. Es gibt eine warme Mahlzeit und medizinische Basisversorgung. Die Sozialarbeiter*innen und Ehrenamtlichen stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, leisten Beziehungsarbeit und vermitteln in das weiterführende Hilfesystem.
Die Üstra bietet auch in diesem Jahr die Übernachtung in der Station Kröpcke (Ebene 5 hinter den Fahrtreppen) ab einer Außentemperatur unter drei Grad Celsius an, und zwar zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.
Anhänge
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Flyer Angebote Winternothilfe für obdachlose Menschen

