Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 11.03.2026
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IntraRegionale 2026 – Insekten in der Kunst 24. April bis 26. Juli 2026
10 Kunstorte, 31 Künstler:innen, über 50 Veranstaltungen
Gern geben wir eine Pressemitteilung der InterRegionale weiter:
Vom 24. April bis zum 26. Juli zeigt die „IntraRegionale 2026“ Kunst, die sich dem Thema Insekten widmet. Künstler:innen aus Deutschland, Frankreich, Japan und der Schweiz präsentieren aktuelle Arbeiten und überraschende Blickwinkel auf diese beeindruckenden Lebewesen – oder ihre Sicht auf uns Menschen. Das Ausstellungsprogramm wurde von neun Kunstvereinen und der Städtischen Galerie Lehrte kuratiert, die nach 2016 und 2021 wieder in ihre Ausstellungshäuser und zu Kunstorten unter freien Himmel in der Region Hannover einladen. Das Insektenbündnis Hannover vertieft mit weiteren Partner:innen das Kunsterlebnis und gibt mit Führungen, Vorträgen sowie Mitmachaktionen für alle Altersgruppen Einblicke in die faszinierende Welt der Insekten. Unter der Schirmherrschaft von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Jens Palandt, Erster Regionsrat der Region Hannover, ist die „IntraRegionale 2026“ eine Einladung, alle Facetten der Insekten in Kunst und Natur als ein vielstimmiges Panorama zwischen Ästhetik, Ökologie und gesellschaftlicher Reflexion zu entdecken.
Stahl wird zu schimmernden Chitinpanzern, Stein zu stillen Hüllen, Papier zu verletzlichen Körpern, Licht und Klang zu vibrierenden Schwärmen. Mal erscheinen Insekten monumental und kraftvoll, mal fragil und beinahe immateriell – stets jedoch als Gegenüber, das unseren Blick herausfordert und verschiebt.
Im Zentrum der Ausstellungen der „IntraRegionale 2026“ stehen unterschiedliche künstlerische Konzepte, die zeigen, wie vielschichtig, irritierend, poetisch und politisch Insekten in der zeitgenössischen Kunst erscheinen können. Monumentale Skulpturen im öffentlichen Raum, wie die überdimensionalen Panzer von Käfern, Insekten und Schalentieren des Bremer Künstlers Peer Steppe im Alten Park in Burgdorf, treffen auf malerische Vergrößerungen, die das vermeintlich Kleine ins Zentrum rücken, wie in den Bildern Maria Trezinskis in der Städtischen Galerie Lehrte. Installative Arbeiten untersuchen Beziehungsgeflechte zwischen Mensch, Tier und Umwelt und hinterfragen Ordnungen, Kategorien und Machtverhältnisse wie in Sina Heffners zweiteiliger Ausstellung „Biozönosen 52,31°N 9,60°O“ im Brauereiteich und Gehrdener Rathaus oder Swaantje Güntzels eigens für die IntraRegionale entwickelte Installation im Kunstraum Benther Berg. Mit „TOWER“ schafft das Duo Lea Schürmann und Christian Holl gar ein geschlossenes Ökosystem im Plexiglascontainer, das die wechselseitige Verbundenheit von Natur, Technik und Raum erfahrbar macht und so die Kapelle im Eichenpark in Langenhagen in eine Versuchsanordnung ökologischer Prozesse verwandelt.
Multimediale Parcours, Licht- und Klangräume sowie ortsspezifische Interventionen wie das zum „Insekten Kunst Areal“ verwandelte Gelände von kunst in kontakt in Herrenhausen oder der Poggenhagener Park in der Gestaltung der Schweizerin Anna von Siebenthal erweitern den Blick auf Insekten als Mitbewohn:innen einer fragilen Welt.
Das künstlerische Spektrum der „IntraRegionale 2026“ reicht von poetischen Annäherungen an Metamorphose, Vergänglichkeit und Schönheit über kritische Reflexionen zur Kontrolle, Nutzung und Instrumentalisierung nichtmenschlichen Lebens. Sie bietet auch partizipative Projekte wie das auf dem Hermannshof in Völksen, bei dem die Perspektiven von elf jungen Künstler:innen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig einbezogen werden. Geschaffen werden dort neue Erfahrungsräume zwischen Mikrokosmos und gesellschaftlicher Realität.
„Kleine Kunstinstitutionen und Insekten haben gemeinsam, dass sie oft übersehen und für nicht so wichtig befunden werden, fällt der Blick doch eher auf die großen Tiere und großen Ereignisse. Die Arbeit der Insekten und der kleinen Kunsträume bilden jedoch die Voraussetzung für eine reichhaltige Ernte, die nicht nur hungrige Mägen, sondern auch kulturelle Bedürfnisse an dezentralen Orten sättigt. Mit ihrer Auswahl an Kunstwerken bietet die IntraRegionale eine Vielfalt an künstlerischen Sichtweisen und Ausdrucksformen zum Thema Insekten, die neugierig macht. Gleichzeitig werden die Ausstellungen zu Lern- und Erfahrungsräumen, die Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Natur und Kunst im Kontext des jeweiligen Ortes ermöglichen“, fasst Julienne Franke, Leiterin der Städtischen Galerie Lehrte, das Konzept der diesjährigen IntraRegionale zusammen.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay betont die Bedeutung der Insekten für eine lebenswerte Stadt – und macht deutlich, wie wichtig es ist, den Kleinstlebewesen große Beachtung zu schenken. „Wir sind daher froh, dem Insektenbündnis Hannover mit der IntraRegionale 2026 eine wichtige Bühne zu geben. Die Verbindung von Kunst und Insekten ist eine großartige Möglichkeit, sich mit diesem faszinierenden Thema zu beschäftigen“, sagt Belit Onay.
Der Erste Regionsrat Jens Palandt sagt: „Um Lebensräume für Insekten zu schaffen, fördern wir als Region Hannover zum Beispiel die naturnahe Umgestaltung von Firmengeländen und das Anlegen von Blühstreifen in der Landwirtschaft. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass im Bewusstsein jeder und jedes Einzelnen ankommt, dass wir etwas dafür tun müssen, die Insektenvielfalt in der Region zu erhalten. Die IntraRegionale 2026 leistet dafür einen wertvollen und im wahrsten Sinne künstlerischen Beitrag.“Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch ein vielseitiges Begleitangebot des Insektenbündnis Hannover mit Fahrradtouren, Führungen, Vorträgen sowie Pflanz- und Mitmachaktionen für alle Altersgruppen. Dabei werden Lebensräume vom Stadtwald bis zum Kleingarten, von Mooren bis zum Steinhuder Meer und von Mülldeponien bis zu Pflasterfugen erkundet, um mehr über das Leben und den Schutz von Leuchtkäfern, Wildbienen und Wasserwesen zu erfahren.
Weitere Informationen: www.intraregionale.org
VERNISSAGEN/TITEL/ KÜNSTLER:INNEN/ORT
Freitag 24.04.26 um 19 Uhr
HOLOMETABOLA/MARIA TREZINSKI/Städtische Galerie Lehrte
Samstag 25.04.26 um 18 Uhr
WENN MÜCKEN KÜSSEN /ANNA VON SIEBENTHAL/KulturGut PoggenhagenSamstag 09.05.26 um 19 Uhr
'SUMM_SUMM : SUMMA_SUMMARUM'/FRANK FUHRMANN, CHIEKO FUMIKURA,
HELMUT HENNIG, JEAN-ROBERT VALENTIN, ANGELIKA WOLF/
kik-Kunst in Kontakt, Hannover-HerrenhausenSonntag 10.05.26 um 12:15 Uhr
SICHTWEISEN/SHIGE FUJISHIRO, RALF BEDNAR, MEIKE ZOPF, LARS ECKERT/
imago Kunstverein Wedemark, BissendorfFreitag 15.05.26 um 18 Uhr
ARTHROPODA /JOACHIM RÖDERER, STEFAN HEUER, BORIS KERENSKI, SUSANNE LAKNER/
Scena – Kultur in Burgdorf
Samstag 16.05.26 um 16 Uhr
VOM VERSCHWINDEN.../PEER STEPPE/kunstverein isernhagen-burgwedel
Sonntag 17.05.26 um 11 Uhr
PARADISE DISSECTED / INSECTS I/SWAANTJE GÜNTZEL/Kunstraum Benther Berg, Ronnenberg-Benthe
Freitag 22.05.26 um 18 Uhr
BIOZÖNOSEN 52,31°N 9,60°O/SINA HEFFNER/Kunstverein Gehrden
Samstag 23.05.26 um 15 Uhr
WATER LIVES HERE/LEA SCHÜRMANN, CHRISTIAN HOLL/Kunstverein Langenhagen
Sonntag, 24.05.26 um 15 Uhr
SCHRILLFLÄCHEN/J. ALTGASSEN, J. BINDER, M. BOTHMER, M. BREUER, J. GODISCH, H. GÜSE, C. KREMBERG, T. LAIB, F. MAYER, C. OPPERMANN, K. WEIMER/Hermannshof / Völksen

