Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 18.03.2026
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„Kooperative Klassenteams“: Mehr Unterstützung in Hannovers Klassenzimmern
Lehrkräfte entlasten und Schüler*innen individueller fördern – das ist das Ziel des Modellprojekts „Kooperative Klassenteams“ der Landeshauptstadt Hannover. An mehreren Ganztagsschulen unterstützen zusätzliche pädagogische Fachkräfte den Unterricht und arbeiten eng mit den Lehrkräften zusammen.
Die sogenannten Klassenteampartner*innen helfen im Schulalltag zum Beispiel bei Gruppenarbeiten, unterstützen einzelne Kinder beim Lernen, begleiten Ausflüge oder vermitteln bei Konflikten. So entsteht mehr Zeit für individuelle Förderung und für die Bedürfnisse der Schüler*innen.
„Kinder lernen unterschiedlich schnell und bringen ganz verschiedene Voraussetzungen mit. Kooperative Klassenteams ermöglichen, jedes Kind noch besser im Blick zu behalten und gezielt zu unterstützen, wo es nötig ist“, sagt Kultur- und Bildungsdezernentin Eva Bender. „Damit stärken wir Bildungsgerechtigkeit und verbessern gleichzeitig die Lernbedingungen im Klassenzimmer.“
Die Klassenteampartner*innen kommen aus dem Ganztagsbereich der jeweiligen Schulen. Dadurch rücken Unterricht am Vormittag und Ganztagsangebote am Nachmittag enger zusammen. Gleichzeitig kann das Modell dazu beitragen, den Arbeitsplatz Schule für pädagogisches Fachpersonal attraktiver zu machen.
Seit dem Schuljahr 2025/26 wird das Projekt an fünf Ganztagsgrundschulen erprobt: an der Fichteschule, der Grundschule Fuhsestraße, der Grundschule Marienwerder, der Grundschule Mühlenberg und der Grundschule Am Stöckener Bach.
„Für uns ist das eine große Unterstützung im Schulalltag“, sagt Hille Wittenberg, Schulleiterin der Grundschule Am Stöckener Bach. „Wenn Lehrkraft und Klassenteampartner*in gemeinsam arbeiten, entsteht mehr Raum für individuelle Förderung – und auch für die kleinen Gespräche mit Kindern, die im Unterricht oft zu kurz kommen.“
Ziel des Projekts ist eine enge Zusammenarbeit im Klassenteam, bei der unterschiedliche pädagogische Perspektiven zusammenkommen.
Wir erleben jeden Tag, wie wichtig Zeit und Aufmerksamkeit für Kinder sind. Manchmal reicht schon eine kurze Erklärung, eine Ermutigung oder ein Gespräch, damit ein Kind wieder Anschluss findet“, sagt Isabelle Löhmer von der Stiftung HELP e.V. Die Stiftung gehört zu den Kooperationspartnerinnen, die an den Schulen den Ganztag mitgestalten und pädagogisches Fachpersonal stellen.
Die Erfahrungen aus der Pilotphase sollen genutzt werden, um ein einheitliches Aufgaben- und Qualifikationsprofil für kooperative Klassenteams zu entwickeln. Perspektivisch soll das Konzept dauerhaft an Schulen etabliert werden.
Finanziert wird das Modellprojekt im Schuljahr 2025/2026 aus städtischen Mitteln, die gezielt Schulen in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen unterstützen. Perspektivisch prüft die Verwaltung weitere Finanzierungsmöglichkeiten, etwa über Förderprogramme von Bund und Land.

