Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 20.04.2026
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Microsoft 365: Einführung an Hannovers Schulen vorerst gestoppt
Die Landeshauptstadt Hannover setzt die Einführung von Microsoft 365 an Schulen vorerst aus. Grund dafür sind offene datenschutzrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz der Software.
Die bislang verwendete vertragliche Grundlage für den Einsatz von Microsoft 365 an Schulen reicht nicht aus. Für einen rechtssicheren Betrieb ist neben dem bestehenden sogenannten Data Processing Agreement (DPA) eine ergänzende Vereinbarung erforderlich – für die besonderen Anforderungen im schulischen Kontext. Eine solche Regelung liegt derzeit nicht vor. Vor diesem Hintergrund stoppt die Landeshauptstadt Hannover die Nutzung von Microsoft 365 an Schulen, bis eine rechtssichere und tragfähige Grundlage vorliegt. Die Unterstützung des Unterrichts durch digitale Angebote bleibt weiterhin gewährleistet. Die bislang genutzten Anwendungen – wie zum Beispiel WebWeaver und IServ– stehen weiter zur Verfügung. Schulen, Eltern- und Schülervertretungen wurden bereits informiert. Für Rückfragen gibt es eine zentrale Anlaufstelle.
Die Stadt Hannover arbeitet den Vorgang umfassend auf. Ziel ist es, die Ursachen der fehlerhaften Einschätzung zu klären und künftige Prüfprozesse zu verbessern.
Stellungnahme der Dezernentin
„Mir ist wichtig, dass wir mit unseren Schulen verlässlich und transparent zusammenarbeiten. Deshalb klären wir jetzt konsequent auf. Und deshalb habe ich nach Bekanntwerden der falschen Grundlagen entschieden, dass wir Microsoft 365 aussetzen. Wir werden im Einzelnen aufarbeiten, wie es zu der fachlich falschen Einschätzung innerhalb der Verwaltung zu der vertraglichen Grundlage kommen konnte und dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler nicht wiederholt.“
FAQ
Warum wird die Einführung von Microsoft 365 an Hannovers Schulen vorerst gestoppt?
In den vergangenen Monaten wurde Microsoft 365 bereits nur eingeschränkt eingesetzt. Die aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass für einen rechtssicheren und praktikablen Einsatz noch grundlegende Voraussetzungen fehlen. Die datenschutzrechtliche Grundlage für den Einsatz ist derzeit nicht abschließend geklärt. Deshalb wird die Nutzung vorerst vollständig gestoppt.
Wie viele Schulen sind betroffen? Und was bedeutet das konkret für den Schulalltag?
Die Regelung betrifft alle Schulen, an denen Microsoft 365 im Einsatz war. Allen 100 hannoverschen Schulen steht das System testweise zur Verfügung. Die Unterstützung des Unterrichts durch digitale Angebote bleibt weiterhin gewährleistet: Die Schulen können das Angebot von schulen-hannover.de und weitere bestehende Systeme, wie z. B. IServ weiterhin nutzen.
Welche Daten sind betroffen?
Betroffen sind alle Daten, die im Rahmen der Nutzung von Microsoft 365 erarbeitet wurden – zum Beispiel Unterrichtsmaterialien.
Was passiert mit den bisher gespeicherten Daten und Unterrichtsmaterialien?
Die Anwendungen werden vorerst deaktiviert. Auf die Daten kann ab Dienstag, den 21.04.2026, 18:00 Uhr nicht mehr zugegriffen werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Microsoft 365 wird erstmal nicht weiter genutzt. Parallel werden rechtliche Grundlagen und zukünftige Lösungen geprüft.
Warum erfolgt die Entscheidung jetzt?
Im Verlauf der weiteren Prüfung und Abstimmung hat sich gezeigt, dass zentrale Fragen noch nicht abschließend geklärt sind. Darauf wurde unmittelbar reagiert.
Wer ist für die Entscheidung verantwortlich?
Die Entscheidung wurde auf Grundlage der aktuellen fachlichen Bewertung getroffen. Die Stadt Hannover prüft derzeit intern, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kommen konnte.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Stadt arbeitet an einer rechtssicheren und praktikablen Lösung für die Schulen und arbeitet intern auf.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Die Landeshauptstadt Hannover hat eine zentrale Anlaufstelle über das Ticketsystem für Schulen eingerichtet.

