Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 11.06.2026
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Blume des Jahres 2026: Ackerrittersporn erblüht am Kronsberg
Am Kronsberg blüht derzeit die „Blume des Jahres 2026“, der Ackerrittersporn. Die Loki Schmidt Stiftung hat den Ackerrittersporn (Consolida regalis) zur „Blume des Jahres 2026“ gewählt, um auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt auf dem Acker aufmerksam zu machen.
Ackerflächen zählen zu den größten Ökosystemen Deutschlands und waren früher Lebensraum für mehr als 350 Pflanzenarten. Viele dieser Arten sind inzwischen stark zurückgedrängt und gehören heute zu den am stärksten gefährdeten Pflanzengruppen.
Der Ackerrittersporn ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse mit auffälligen blau-violetten Blüten. Wie der Name es andeutet, gehören Ackerflächen zu den typischen Lebensräumen. Sonnige und kalkhaltige Böden mit regelmäßiger, aber nicht zu intensiver Bodenstörung sind überlebenswichtige Standortfaktoren.
So wie der Ackerrittersporn sind viele andere Arten der sogenannten Ackerwildkräuter auf eine extensive Bewirtschaftung von Ackerflächen angewiesen. Die Intensivierung im Ackerbau, aber auch der zunehmende Verlust von Ackerflächen durch Bau- und Infrastrukturmaßnahmen, führen dazu, dass viele Arten der Ackerwildkräuter zu den stark gefährdeten Pflanzenarten gehören.
Der Kronsberg in Hannover ist von herausragender Bedeutung für den Schutz und den Erhalt dieser Ackerwildkräuter. Das zeigt sich momentan durch besonders bunte Ackerflächen mit Klatschmohn und Ackerrittersporn, aber auch anderen unscheinbareren Pflanzenarten wie dem Gezähnten Feldsalat oder dem Kleinen Frauenspiegel. Möglich ist dies nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün und den lokalen Landwirt*innen.
Eine Ausrichtung der Bewirtschaftung auf den Ackerwildkraut-Schutz erfolgt auf einzelnen kleinen Flächen oder Randstreifen und bedeutet beispielsweise den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel oder auf Mineraldünger. Ein jährliches Monitoring belegt diese Entwicklung und zeigt deutlich, welches Potenzial die Böden am Kronsberg haben.Eine Besonderheit des Ackerrittersporns ist der charakteristische und namensgebende Sporn an den Blüten, in dem sich der Nektar befindet. Dadurch ist er besonders auf Insekten mit langem Saugrüssel, wie Hummeln oder Schmetterlinge, angewiesen und wird im Gegenzug von diesen bestäubt. Der Schutz von Ackerwildkräutern leistet also gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für den Insektenschutz und sorgt für ein buntes und vielfältiges Landschaftsbild.
Selbstverständlich ist das Betreten der Ackerflächen sowie das Pflücken der „Feldblumen“ nicht erlaubt. Die Landeshauptstadt Hannover bittet im Interesse der Bewirtschafter*innen als auch der Artenvielfalt darum, dies zu befolgen. Vom Wegesrand aus kann die bunte Vielfalt bestaunt werden. Ein Besuch auf dem Kronsberg lohnt sich.
Foto 1: Landeshauptstadt Hannover / Stefanie Reimann
Foto 2: Landeshauptstadt Hannover / Christoffer Zoch
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Ackerrittersporn
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Ackerrittersporn

