Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 19.06.2026
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- Modellprojekt mit Open-Source-Software für Kommunen und Kultureinrichtungen
App hanno.guide geht an den Start: Hannover kostenlos auf digitalen Stadttouren entdecken
Die Landeshauptstadt Hannover bringt mit der App hanno.guide ein Smart-City-Modellprojekt an den Start, das Stadtgeschichte vor Ort mit kostenlosen digitalen Stadttouren erlebbar macht. Zielgruppe sind Tourist*innen, an Geschichte interessierte Hannoveraner*innen und Familien.
Die Web-App wurde heute, 19. Juni, freigeschaltet und kann unter folgendem Link getestet werden: https://www.hanno-guide.de/. Voraussichtlich ab Juli wird die App in den gängigen Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.
Die App wurde vom Historischen Museum Hannover (HMH) initiiert, das aufgrund der Schließzeit ein digitales Format entwickeln wollte, mit dem Geschichte im Stadtraum erlebbar wird („Das Museum in der Hosentasche“).
Umgesetzt wurde sie als gemeinsame Plattform für verschiedene Akteur*innen. Beteiligt sind das ZeitZentrum Zivilcourage, das Stadtarchiv und die Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum, die im Laufe des Jahres weitere Inhalte zur Verfügung stellen. Kooperationspartnerin ist die Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG).
Vier Touren zum Auftakt
Zum Auftakt sind folgende Touren abrufbar:- Ein Altstadt-Rundgang mit sieben Stationen (HMH)
- Hannovers verschwundene Geschichten – entlang der Leine (HMH)
- Alles Neu! Hannover 1965 – 1975 (HMH)
- Audiospaziergang „Maschsee – Geschichte weiterdenken“ (ZeitZentrum)
Anfang Juli wird der „Rote Faden“ in der App veröffentlicht und können alle 36 Stationen des Rundgangs mit dem hanno.guide abgelaufen werden.
Open-Source-Software – Modellprojekt steht allen Kommunen und Kultureinrichtungen in Deutschland offen
Alle entwickelten Software-Lösungen werden als Open-Source (freie Software) auf der Plattform https://opencode.de/de zur Verfügung gestellt, um Kollaborationen zu ermöglichen. Dazu Inga Samii, Fachbereichsleiterin Kultur: „Wir haben hier eine unabhängige digitale Infrastruktur für nicht-kommerzielle Anbieter*innen im Kulturbereich entwickelt. Andere Kommunen oder freie, nicht-kommerzielle Akteur*innen, wie zum Beispiel Kultureinrichtungen, können den Quell-Code nutzen und weiterentwickeln und werden zum Beispiel über das Smart.City-Netzwerk, das Netzwerk des Deutschen Städtebunds oder Netzwerke vor Ort etwa im Museumsbereich oder der freien Szene informiert. Bereits jetzt ist das Interesse groß. Durch die Kooperation mit der HMTG ist zudem für die Player vor Ort gleich eine Vermarktung möglich.“
Das Projekt des Fachbereichs Kultur ist Teil der vom Rat beschlossenen Smart.City-Strategie RESTART: #HANnovativ. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von 325.000 Euro über das Smart.City-Budget, der Rest wird über eine vorhandene Personalstelle im Kulturbereich abgedeckt. Ziel von Smart.City ist, mit Hilfe digitaler vernetzter Technologien die Stadt lebenswerter zu gestalten.
Erweiterung und Ausbau der inklusiven Inhalte in Planung
Folgende weitere Touren sind aktuell in Planung: Mediengeschichte und Kino- und Clubkultur, Orte der Queeren Geschichte Hannovers, Literarisches Hannover, Orte der (post)kolonialen Geschichte und Straßenkunst für Kinder.
Künftig werden Funktionen und Erweiterungen hinzugefügt, wie inklusive Inhalte, zum Beispiel Übersetzungen in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache. Bereits jetzt ist die App für Menschen mit Sehbehinderungen optimiert. Beim Start der App ist die Auswahl einer barrierefreien Routenführung möglich. Zusätzlichen Module mit 3D-Modellen etwa vom Neuen Rathaus oder der Aegidienkirche sollen spannende neue Ansichten eröffnen. Perspektivisch werden interaktive Rätseltouren entwickelt, die besonders Familien ansprechen sollen.
Anhänge
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Flyer zum hanno.guide

