Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 01.07.2026
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„Rote Bank“ für den Roderbruch als Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt
In der Einkaufspassage des Roderbruchmarktes steht eine „Rote Bank“. Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld, und Hannovers Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe haben sie am heutigen Mittwoch (1. Juli) offiziell zur Benutzung freigegeben. „Rote Bänke“ sind Signale gegen häusliche Gewalt. Auf ihnen angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können
Die neue „Rote Bank“ im Roderbruch hat das Wohnungsunternehmen Gundlach bereitgestellt. Auch die Kosten für den Farbanstrich in Höhe von rund 100 Euro und für die Plaketten in Höhe von 195 Euro hat das Unternehmen übernommen. Die neue „Rote Bank“ ist die dritte ihrer Art im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld. Je eine weitere steht an der Kreuzung Kirchröder Straße/Uhlhornstraße (Kleefeld) und an der Kreuzung Schwarmstedter Straße/Burgdorfer Damm.
„Mit der dritten ‚Panchina Rossa‘ in unserem Stadtbezirk setzen wir ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Diese Bank erinnert uns daran, dass hinter jeder Zahl ein menschliches Schicksal steht – und dass wir als Gesellschaft nicht wegsehen dürfen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman und führt weiter aus: „Gewalt gegen Frauen kommt in allen Gesellschaftsschichten, Altersgruppen und Kulturen vor. Sie ist Ausdruck von Macht, Kontrolle und fehlendem Respekt – und deshalb geht ihre Bekämpfung uns alle an.“
Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr der LHH, ergänzt: „Die ‚Roten Bänke‘ machen das Problem sichtbar und sensibilisieren andere Menschen. Es ist wichtig, das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ aufzugreifen und Menschen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Bänke haben gerade in den Stadtbezirken einen besonderen Wert, weil die Botschaft die Menschen dort erreicht, wo sie leben.“
„Als Wohnungsunternehmen nehmen wir das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ ernst. Wir engagieren uns vielfältig dagegen. Dazu gehören Informationen in unseren Wohnanlagen, Beiträge in unserem Mietermagazin und die Bereitstellung von Räumen für Frauenhäuser. Deshalb unterstützen wir auch das Projekt ‚Rote Bänke für Hannover‘, das sichtbar macht, was oft im Verborgenen bleibt, und konkrete Wege zu Hilfe aufzeigt“, betont Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen.
„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. Das Projekt „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates (KPR), der angesiedelt ist beim Zentrum für Kommunale Kriminalprävention (ZKK) der Landeshauptstadt Hannover. 2021 startete der KPR das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können.
Neben den drei „Roten Bänken“ im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen zwei in Döhren-Wülfel, zwei in der Südstadt und ebenfalls seit diesem Mittwoch (1. Juli) eine in der List. Dieses KPR-Projekt wird unterstützt durch das Netzwerk „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der LHH, durch die Polizeidirektion Hannover sowie den Frauennotruf Hannover.
Redaktioneller Hinweis: Unten im Downloadbereich führt ein Link zu einem Foto, das auf am Roderbruchmarkt aufgenommen wurde (©LHH). Für die Bildunterschriften (von links):
Foto 1:
- Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen
- Maria Heitmüller-Schulze, DRK-Secondhand-Shop Roderbruch
- Christiane Sieg, Gundlach-Seniorenservice Roderbruch
- Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld
- Petra Pfahl-Scholz, Repräsentantin des Präventionsrates Buchholz-Kleefeld
- Dr. Axel von der Ohe (stehend), Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
- Axel Eisenburger, Leiter Polizeistation Kleefeld
Foto 2:
- Christiane Sieg, Gundlach-Seniorenservice Roderbruch
- Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen
- Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld
- Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
Foto 3:
- Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld
- Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
Anhänge
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1_Rote_Bank_Roderbruchmarkt
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2_Rote_Bank_Roderbruchmarkt
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3_Rote_Bank_Roderbruchmarkt

