Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 01.07.2026
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Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt: „Rote Bank“ am Körting-Brunnen
In der Körtingstraße an der Lister Meile steht eine „Rote Bank“. Thorsten Baumert, Bezirksbürgermeister Vahrenwald-List, und Hannovers Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe haben sie am heutigen Mittwoch (1. Juli) offiziell zur Benutzung freigegeben. „Rote Bänke“ sind Signale gegen häusliche Gewalt. Auf ihnen angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können
Das Aufstellen dieser ersten „Roten Bank“ im Stadtteil List hat der Stadtbezirksrat Anfang Mai einstimmig beschlossen – verbunden mit dem Wunsch, sie rechtzeitig zu den Sommerferien zur Benutzung freizugeben. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat eine an derselben Stelle stehende Bank rot angestrichen. Der Farbanstrich kostete rund 100 Euro. Die Kosten in Höhe von 195 Euro für die Plaketten hat das Zentrum für Kommunale Kriminalprävention (ZKK) der Landeshauptstadt Hannover (LHH) übernommen.
„Die ‚Roten Bänke‘ haben sich inzwischen als Zeichen für Zivilcourage etabliert. Sie haben gerade in den Stadtbezirken einen besonderen Wert, weil die Botschaft die Menschen dort erreicht, wo sie leben. Ich freue mich, dass der Stadtbezirksrat Vahrenwald-List diese Aktion des Zentrums für Kommunale Kriminalprävention unterstützt“, sagt Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr der LHH.
„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates (KPR), der beim ZKK angesiedelt ist. 2021 startete der KPR das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können.
Aus Sicht der Stadt trägt das Projekt dazu bei, Gewalt gegen Frauen und das Thema „Häusliche Gewalt“ im öffentlichen Bewusstsein sichtbar zu machen, gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu schaffen und die Verantwortung der Stadtgesellschaft für dieses Thema zu stärken. Gesellschaftliche Sensibilisierung und Bewusstseinsschaffung seien eine wesentliche Voraussetzung dafür, Gewalt frühzeitig zu erkennen und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen und das Umfeld zum Hinsehen und Handeln zu bewegen.
Neben der neuen „Roten Bank“ in der List und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen drei in Buchholz-Kleefeld sowie jeweils zwei in Döhren-Wülfel und in Südstadt-Bult. Das KPR-Projekt wird unterstützt durch das Netzwerk „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der LHH, durch die Polizeidirektion Hannover sowie den Frauennotruf Hannover.
Redaktioneller Hinweis: Unten im Downloadbereich führt ein Link zu einem Foto, das in der Körtingstraße aufgenommen wurde (©LHH). Für die Bildunterschrift:
Foto 1:
Vertreter*innen des Stadtbezirksrats Vahrenwald-List, der Stadtverwaltung und der Polizeidirektion Hannover bei der offiziellen Nutzungsfreigabe der „Roten Bank“ in der Körtingstraße.
Foto 2 (von links):
- Thorsten Baumert, Bezirksbürgermeister Vahrenwald-List
- Luisa Arndt, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover
- Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
- Sinem Eryurt-Celik, Geschäftsführung des Zentrums für Kommunale Kriminalitätsprävention
Anhänge
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Rote_Bank_1
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Rote_Bank_2

