Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 09.07.2026
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Vorsorgliche Sicherungsmaßnahmen am Neuen Rathaus: Rathausbalkon bis auf Weiteres gesperrt
Im Bereich der steinernen Einfassung der Glockenöffnung am Neuen Rathaus wurden im Rahmen regelmäßiger Bauwerkskontrollen Schäden festgestellt. Betroffen sind unter anderem einzelne Fugen, die sich geöffnet haben, mehrere gelockerte Schlusssteine sowie ein gebrochener Sturzstein oberhalb der Glocke.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Die Glocke ist derzeit vorsorglich durch eine Holzkonstruktion abgestützt. Darüber hinaus wird der betroffene Bereich künftig in regelmäßigen Abständen von speziell ausgebildeten Industriekletterern kontrolliert. So kann die Entwicklung der Schäden eng überwacht und bei Bedarf unmittelbar reagiert werden.
Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich einzelne Gesteinsteile lösen, bleibt der Rathausbalkon bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Sperrung dient ausschließlich der Vorsorge und dem Schutz der Besucherinnen und Besucher.
Die festgestellten Schäden sind auf die langjährige Witterungseinwirkung sowie die natürliche Alterung des historischen Natursteinmauerwerks zurückzuführen. Das Neue Rathaus wurde zwischen 1901 und 1913 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern Hannovers. Aufgrund seiner Architektur wird es häufig mit einem Schloss verwechselt, ist jedoch von Beginn an als Rathaus geplant und erbaut worden. Heute ist es eines der bekanntesten Wahrzeichen der Landeshauptstadt.
Eine fachgerechte Sanierung des betroffenen Bereichs ist nach der witterungsbedingten Winterpause für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Bis dahin gewährleisten die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen sowie die regelmäßigen Kontrollen einen sicheren Betrieb des Gebäudes.
Foto: copyright LHH
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