Pressemeldung der Landeshauptstadt Hannover
- 30.09.2026
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Stadtarchiv Hannover erhält Schenkung von Briefen aus dem Nachlass Theodor Lessings
Der Freundeskreis des Stadtarchivs Hannover konnte mit Unterstützung der Theodor-Lessing-Foundation bei einer Auktion in der Schweiz Briefe aus dem Nachlass Theodor Lessings ersteigern und hat diese heute, 30. September, bei einer Feierstunde dem Stadtarchiv in dessen Räumen im Sammlungszentrum geschenkt.
Zur Übergabe der Schenkung ist George Phocas, ein Urenkel Lessings, der in den USA lebt und derzeit in Deutschland ist, eigens nach Hannover gereist. Bürgermeister Thomas Klapproth hat die Briefe für die Stadt gemeinsam mit Dr. Carsten Stühring, Direktor des Stadtarchivs, entgegengenommen. George Phocas war zugleich als Vertreter der Theodor-Lessing-Foundation vor Ort.
Korrespondenz Lessings an seinen Verleger
Das Stadtarchiv verfügt über den schriftlichen Nachlass von Theodor und Ada Lessing in einem Umfang von fast 3.300 Archivalien/Verzeichnungseinheiten. Die nun zusätzlichen Briefe und Postkarten wurden von Theodor Lessing an den Verleger Max Schmidt gerichtet. Darin thematisiert er unter anderem die Folgen seines Zeitungsartikels über die Wahl Paul von Hindenburgs zum Reichspräsidenten 1925. Der sehr kritische Beitrag hatte seinerzeit zu starken, auch antisemitisch motivierten Angriffen gegenüber Lessing geführt, was aufgrund des Drucks schließlich zur Beurlaubung des Universitätsprofessors führte. „In den neuerlichen Quellen erwarten wir weitere Einblicke in die Sichtweise Lessings auf diese Kampagne sowie in die Planung weiterer Schritte/Publikationen in diesem Zusammenhang. Auch das Verhältnis von Theodor Lessing und Max Schmidt kann durch die Lektüre der Schriften weiter erforscht werden“, betont Dr. Carsten Stühring die Bedeutung der Schenkung für das Stadtarchiv.

